Ein Abend mit Jacob Birken & Nanne Buurman

11.2.20 @ 20:00 Uhr - 23:30 Uhr

Apartment
Frankfurterstr. 60

+++Aus gesundheitlichen Gründen kann unsere Veranstaltung leider nicht wie geplant stattfinden. Alternativ wird Jacob Birken nun im Gespräch mit David von der Stein anhand ausgewählter Beispiele über die Repräsentation von Kunst(werken) und fallweise Reproduktion von Kunst-Klischees in Popkultur und öffentlich-rechtlichen Medien sprechen.+++

Seit einigen Jahren stehen Nanne Buurman (seit 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin für documenta- und Ausstellungsstudien in Kassel) und Jacob Birken (bis 2019 als Künstlerischer und Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Kassel) in einem regen Austausch über – zum Beispiel – Visitenkarten, Starkurator*innen, Provinzialität, Global-Art & Großausstellungen oder Prekarität & Work-Life-Balance (LOL). Für das Tokonoma haben die beiden ihre Email-Korrespondenz der letzten fünf Jahre durchforstet. Die dort gesammelten Text-, Bild-, und Videoreferenzen werden zum Aufschlag für die öffentliche Fortführung ihres assoziativen Gedanken-Ping-Pong.

__
Nanne Buurman ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin. Nach dem Studium in Leipzig war sie Promotionsstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Internationalen Graduiertenkolleg InterArt an der Freien Universität Berlin, Gastwissenschaftlerin am Goldsmiths College in London sowie Lehrbeauftragte am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und am Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Hildesheim. Sie arbeitete für verschiedene Kunstinstitutionen und war an zahlreichen Kunstvermittlungs-, Ausstellungs- und Publikationsprojekten beteiligt, darunter beispielsweise das von ihr als Kunstvermittlerin der documenta 12 initiierte Projekt Arbeitslose als Avantgarde. Buurman forscht und publiziert zu Politiken, Ökonomien und Epistemologien des Kuratorischen, zum Verhältnis von Autorschaft, Gender und Arbeit im Feld der zeitgenössischen Kunst sowie zu den sozialen, medialen und transkulturellen Bedingtheiten künstlerischer und kuratorischer Produktion im globalen Kontext. Sie ist Mitherausgeberin der Bände documenta. Curating the History of the Present (2017) und Situating Global Art. Temporalities – Topologies – Trajectories (2018).

Jacob Birken ist Autor und Kulturhistoriker. Er arbeitet zu Fragen von Geschichte und Geschichtlichkeit und deren Vermittlung in Kunst & Medien – darunter der Zeitgenossenschaft der zeitgenössischen Kunst, eklektischen Bildpraktiken in der Popkultur und der Repräsentation von Ausnahmezuständen. 2018 erschien seine Dissertation „Die kalifornische Institution. Fernwestliche Weltbilder um 1906“ zu Darstellungen des Erdbebens und der Großbrände in San Francisco; in aktuellen Projekten beschäftigt er sich mit utopischen Raumvorstellungen in den USA im 19ten Jahrhundert und den Ideologien Silicon Valleys. Er arbeitete an unterschiedlichen Kultureinrichtungen und Hochschulen, darunter dem ZKM Karlsruhe, der Uni Heidelberg und der Kunsthochschule Kassel. Aktuell ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Photographie an der HSD/Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf.

Wir öffnen um 20:00 Uhr.
Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 20:30 Uhr.
Der Eintritt ist frei.