Nora Sternfeld „Das radikaldemokratische Museum“

22.1.19 @ 20:00 Uhr - 23:30 Uhr

Apartment
Frankfurterstr. 60

TUESDAY 22 JANUARY
NORA STERNFELD „DAS RADIKALDEMOKRATISCHE MUSEUM“ DOORS: 20:00 BEGIN: 20:30

Bereits zum zweiten Mal hostet TOKONOMA eine Präsentation der documenta studien. Diesmal stellt Nora Sternfeld ihr Buch »Das radikaldemokratische Museum« vor. Der Abend wird moderiert von Alexis Joachimides und für den musikalischen Ausklang sorgt abermals the one and only Ina Wudtke a.k.a. T-INA Darling!

Heute ist oft von einem „Museum der Zukunft“ die Rede: als Kontaktzone, Arena, Forum und Plattform – vielleicht sogar als besetzter Raum: Das Museum der Zukunft wäre radikaldemokratisch.
Im Hinblick auf eine Neudefinition des Museums aktualisiert Nora Sternfeld Ansätze aus Museologie, Vermittlung und Erinnerungskultur. So verfolgen die Texte dieses Bandes Strategien, die das Archiv herausfordern, Museumsraum aneignen, alternatives Wissen produzieren und Bildung neu denken. Das Museum wird dabei zu einem Versammlungsraum, der es erlaubt, sich damit auseinanderzusetzen, was geschehen ist, darüber zu verhandeln, was dies für die Gegenwart bedeutet und wie sich eine Zukunft imaginieren lässt, die mehr ist, als bloß die Verlängerung der Gegenwart.

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Nora Sternfeld ist Kunstvermittlerin und Kuratorin. Seit Januar 2018 ist sie documenta Professorin an der Kunsthochschule Kassel. Von 2012 bis 2018 war sie Professorin für Curating and Mediating Art an der Aalto University in Helsinki. Darüber hinaus ist sie Co-Leiterin des /ecm – Masterlehrgang für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien, im Kernteam von Schnittpunkt. Ausstellungstheorie & praxis, Mitbegründerin und Teilhaberin von trafo.K, Büro für Bildung, Kunst und kritische Wissensproduktion (Wien) und seit 2011 Teil von freethought, Plattform für Forschung, Bildung und Produktion (London). In diesem Zusammenhang war sie auch eine der künstlerischen LeiterInnen der Bergen Assembly 2016. Sie publiziert zu zeitgenössischer Kunst, Ausstellungen, Geschichtspolitik, Bildungstheorie und Antirassismus.

Alexis Joachimides, geboren 1965, hat in Berlin und London studiert. Er hat 1996 über »Die Museumsreformbewegung in Deutschland und die Entstehung des modernen Museums 1880-1940« promoviert. Seine Habilitationsschrift aus dem Jahr 2006 trägt den Titel »Verwandlungskünstler. Der Beginn künstlerischer Selbststilisierung in den Metropolen Paris und London im 18. Jahrhundert«. Seit 2011 ist er Professor für neuere Kunstgeschichte an der Kunsthochschule der Universität Kassel.