Talk – Thomas Meinecke

30.1.18 @ 20:00 Uhr - 23:30 Uhr

Apartment
Frankfurterstr. 60

YOU MAKE ME FEEL MIGHTY REAL

»In real life you can’t get a job as an executive unless you have the educational background and the opportunity. Now the fact that you are not an executive is merely because of the social standing of life. That is just the pure thing. Black people have a hard time getting anywhere. And those that do are usually straight. In a ballroom, you can be anything you want. You are not really an executive, but you are looking like an executive. And therefore, you are showing the straight world that I can be an executive, if I had the opportunity. I could be one, because I can look like one. And that is, like, a fulfilment. Your peers, your friends are telling you, “Oh, you’d make a wonderful executive.“«

– Dorian Corey in Paris is burning

Das realness-Konzept der New Yorker dragball-Szene Ende der 1980er Jahre resultiert zwar wesentlich aus dem Wunsch nach Anerkennung der eigenen Besonderheit und Einzigartigkeit, doch drückt es gleichzeitig auch eine gewisse Sehnsucht nach Normalität und Anonymität aus.

In der Popkultur bewegen sich eine Vielzahl persönlicher Geschichten zwischen diesen zwei Polen. Geschichten, die letztendlich in der Öffentlichkeit mehr oder weniger sichtbar sind und zum Teil sogar über lange Zeiträume verborgen bleiben.

Talk & youtube-Party mit Thomas Meinecke und David von der Stein

im Anschluss „carte blanche“ Dj-Set von Thomas Meinecke

Thomas Meinecke ist Schriftsteller (zahlreiche Romane und Erzählungen seit 1986 im Suhrkamp Verlag, aktuell „Selbst“, 2016), Musiker (u. a. seit 1980 mit der Band F.S.K. und seit 1998 in Kooperation mit Move D.), Radio-DJ (eigene Sendung im Bayerischen Rundfunk seit 1985) und auch DJ in urbanen nächtlichen Clubs all over. Am Berliner Theater Hebbel am Ufer betreibt er seit 2007 eine Veranstaltungsreihe namens „Plattenspieler“. Im Wintersemester 2011/12 hatte er an der Goethe-Universität Frankfurt am Main die Poetikdozentur inne (Buchveröffentlichung dazu: „Ich als Text“, edition suhrkamp, 2012).